07 Feb 2010
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Mailand

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Veröffentlicht in: Reisen

BOBCATSSS ist vorbei. Da mein Flug erst am Abend ging, entschied ich mich dazu, mir noch ein wenig von Mailand anzusehen. Meine Dozentin hatte den gleichen Plan und so beschlossen wir kurzerhand mit dem gleichen Zug zu fahren und dann zusammen durch Mailand zu schlendern.

Die Zugfahrt war ganz super. Wir konnten nicht zusammen sitzen, was aber gar nicht schlimm war, da wir beide die meiste Zeit geschlafen haben. Auf dem Mailänder Hauptbahnhof begann erst einmal die Suche nach der Gepäckaufbewahrung. Gar nicht so einfach! Mal gibt es ein Hinweisschild mit Pfeil, dann ist es wieder weg. Und kaum ein Mensch, der englisch spricht. Zum Glück fand meine Dozentin eine Reinigungskraft, die russisch gesprochen hat, so dass sich die Frauen verständigen konnten. Schon witzig, da fährt man in ein fremdes Land, von dem man die Sprache nicht kennt, denkt man kommt mir englisch weiter und braucht jemanden, der russisch kann.

Koffer wurden abgegeben und dann ging es auf in die große Stadt. Dummerweise hatten wir keinen wirklich Stadtplan, nur die Abbildung im Lonely Planet. Und die Straßennamen sind leider nur im Stadtzentrum zu 100% bezeichnet. Also fragten wir eine nette Italienerin, die sogar wider Erwarten englisch konnte. Die wollte uns doch tatsächlich ausreden zum Dom zu laufen, weil es doch so weit ist. Haha, aber wir doch nicht. Dann hätten wir doch nichts von der Stadt gesehen! Gut, wir sind bestimmt ne Stunde gelaufen, aber dafür sind wir am Naturkundemuseum vorbei gekommen, an fliegenden Händlern und haben viel vom “normalen” Mailänder Leben mitbekommen.

Als wir in der Nähe des Doms waren, haben wir uns erst einmal etwas zum Essen gesucht. Es gab große runde Toasts, die mit verschiedenen Dingen belegt war. Quasi wie ne Pizza, nur statt Teig Toast. War super lecker. Und das beste: wir saßen draußen. Es waren zwar nur einige Grad über Null, aber dank Heizpilzen ging auch das.

Danach haben wir uns den beeindruckenden Dom angsehen. Vor dem Gebäude muss man aufpassen, dass man nicht ständig von Leuten belästigt wird, die irgendwelche Armbänder verschenken (!) wollen. Also haben wir nur schnell ein paar Fotos geschossen und sind dann in die Kirche reingegangen. Es ist wirklich wahnsinnig beeindruckend! Die vielen Glasfenster und überhaupt. Laut meinem Lonely Planet soll über dem Altar der Nagel sein, mit dem die rechte Hand Jesus am Kreuz festgenagelt wurde. Wir haben ein wenig gesucht – nur aus der Ferne, weil man nicht direkt zum Altar treten darf, aber nichts gesehen. Aber es ist ja auch nur eine Legende. Beim Herausgehen habe ich noch zwei Kerzen angezündet – eine für meinen Großvater und einen für Sebastians Vater. Ich bin zwar nicht gläubig, aber das mache ich in jeder Kirche.
Beim Herausgehen aus der Kirche konnten wir noch einige Männer beobachten, die die Kirchenbänke zurechtgerückt haben. Die hatten ein cooles Brett mit je einem Klotz am Ende. Das haben die zwischen zwei Bänke gelegt, so dass alle Abstände genau gleich waren. So ein Teil benutzen vermutlich alle Kirchen, in denen die Bänke nicht am Boden befestigt sind, aber ich persönlich hab ich noch nie gesehen. War sehr interessant.

Nachdem wir aus dem Dom herausgegangen sind, haben wir uns noch kurz die Galerie Vittorio Emmanuele II  - die älteste Shopping Arkade Europas – angesehen. Hier finden sich Läden, wie zum Beispiel Prada oder Louis Vuitton, aber auch ein McDonald’s. Die Galerie ist wie ein Kreuz angelegt und muss von oben wirklich cool aussehen. Wenn man direkt in der Mitte steht und sich ein klein wenig nach links bewegt, kann man im Boden ein Mosaik eines Bullen sehen. An der Stelle, an der seine Hoden sein müssten, befindet sich ein Loch im Boden. Es soll Unglück abwenden, wenn man seinen Hacken dort rein stellt und sich einmal im Kreis dreht. Hab ich natürlich glatt gemacht :-)

Danach waren unsere Stunden in Mailand schon vorbei. Wir sind dann mit der Metro (gelbe Linie) zurück zum Bahnhof gefahren, wo ich meine Dozentin in den Bus gesetzt habe,da ihr Flieger von einem anderen Flughafen und auch zwei Stunden früher ging. Ich habe mir dann noch ein wenig den Hauptbahnhof angesehen. Ich war im Supermarkt, um noch leckere Nudeln für meine Familie zu kaufen und bin dann auch schon zum Flughafen. Dort habe ich die Wartezeit benutzt, um die ersten zwei Folgen von “Suburban Shootout – Die Waffen der Frauen” zu gucken und einige Blogartikel zu schreiben.

Um halb neun durften wir in den Flieger und nach zwei Stunden, war ich wieder in Berlin, wo mich zuhause lecker Abendessen erwartete. Und schon war BOBCATSSS für dieses Jahr wieder vorbei. Vielleicht sehe ich ja alle wieder – nächstes Jahr in Ungarn.

01 Feb 2010
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Dritter Konferenztag II: Keynote Speech, Award Ceremony und Closing Ceremony

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Veröffentlicht in: Reisen

Nach der letzten Kaffeepause der Konferenz haben sich alle Teilnehmer der Konferenz im Raum 1 versammelt, da hier die letzten Programmteile stattfinden sollten.

Als erstes fasste Rudd Bruyns, der Gründer von BOBCATSSS, die letzten 18 Jahre und ganz besonders die Anfänge der Konferenz zusammen. Es war eine interessante Darstellung, wie zum Beispiel im ersten Jahr die Konferenz von nur 25 Studenten und einigen Lehrkräften organisiert wurde.

Danach folgte die Award Ceremony. Es wurde einerseits “the Bobcat of the Year” ausgezeichnet. Dieser Preis wird jedes Jahr von EUCLID (European Association for Library & Information Education and Research) für herausragende Beiträge zur Förderung der europäischen Bibliotheks-und Informationswissenschaft ausgegeben. In diesem Jahr wurde Ragnar Audunson ausgezeichnet. Weiterhin wurde der Vorschlag gemacht, im nächsten Jahr auch einen Preis für einen Studenten, der sich im Feld der Bibliotheks- und Informationswissenschaft besonders engagiert hat, auszugeben – als “Bobkid of the Year”. Der zweite Teil der Award Ceremony war die Auszeichnung der drei besten Poster. Leider hat keiner meiner Favoriten gewonnen. Jeweils eine Person der drei Gruppen (ein dritter und zwei erste Plätze) bekommt die Konferenzgebühr für BOBCATSSS im nächsten Jahr bezahlt.

Der letzte Teil der Konferenz war die Closing Ceremony. Hier wird immer eine Slide Show mit fotografischen Eindrücken der Konferenz gezeigt. Die offizielle BOBCATSSS Fahne wurde vom italienisch/englischen Team an das österreichisch/norwegisch/ungarische Team vom nächsten Jahr übergeben. Außerdem rührte das Team vom nächsten Jahr hat schon ein wenig die Werbetrommel. Es gab ein kurzes Video aus der Stadt Szombathely in Ungarn, wo die Konferenz im Januar 2011 statt finden wird. Die Webseite und das Team wurden vorgestellt und damit war die Konferenz vorbei – zumindest der offizielle Teil.

Nach einer Pause von ca. 90 Minuten standen einige Führungen auf dem Programm. Ich hatte mich für eine Führung durch das Casa della Musica eingeschrieben, bin dann aber doch nicht hingegangen. Das Wetter war traumhaft sonnig und relativ warm, so dass ich beschlossen habe, mir Parma ein wenig anzusehen. Immerhin fuhr ich am nächsten Vormittag schon wieder ab. Ich hatte 5 Stunden, um durch die ganze Innenstadt zu schlendern,was wirklich schön war. Ich habe viele Fotos geschossen (diese zeige ich in einem der nächsten Einträge) und hab einfach nur die Sonne und die fremde Stadt genossen. Kaum war jedoch die Sonne weg, wurde es auf einen Schlag kalt und ich beschloss mich bei einer heißen Schokolade aufzuwärmen ehe ich zur Farewell Party gehe. In einem kleinen Café traf ich einige Potsdamer Studenten, denen ich mich anschloss. Die heiße Schokolade war einTraum! Richtig doll schokoladig mit Nüssen drin. Hmm, lecker!!!

Ich werde mich jetzt nicht über die Farewell party auslassen, nur so viel: die Location war viel zu klein, so dass alle in drei Gruppen unterteilt wurden. Jede Gruppe hatte eine Stunde Zeit, um ein Glas Sekt zu trinken und ein wenig vom (trotz allem sehr leckeren) Buffet zu futtern. Es war nicht so richtig die Atmosphäre, um nette Freundschaften zu schließen. Das änderte sich jedoch als wir die Party nur einige Meter weiter in den Pub “Tonic” verlegten. Dort waren wir anfangs eine große Gruppe deutscher, die von einer rumänischen und zwei lettischen Bobkatzen ergänzt wurden. das war super lustig! Nach ein paar Stunden haben wir eine eigene kleine Tanzfläche aufgemacht und nach und nach kamen auch Italiener und Norweger zu uns. Das war wirklich super und so, wie man sich eine Farewell Party vorstellt!

Gegen halb eins ging es zurück in unser B&B, da ich am nächsten Tag den Bus um 10 Uhr nehmen wollte. Um 11 Uhr traf ich mich am Bahnhof mit meiner Dozentin. Zusammen haben wir Mailand für einige Stunden unsicher gemacht, aber darüber berichte ich in einem anderen Blogeintrag.

Noch ein paar kurze Worte zu Parma, Postkarten und Briefmarke. Heike meinte ja, sie hätte einen Laden gefunden, indem es sowohl als auch gibt, aber der hat sich versteckt als ich meinen Stadtrundgang gemacht habe (doofe Siesta!). Nach vielen Stunden des Suchens habe ich auf einem Markt einen klitzekleinen Stand gefunden, der vielleicht 5 verschiedene Postkarten angeboten hat. Das reichte aber, um die noch fehlenden Karten zu kaufen. Briefmarken hatte ich zum Glück schon, aber das war auch ein Akt. Ich habe unterwegs eine Post gefunden und stellte mir das Marken kaufen recht einfach vor. Pustekuchen! Man musste eine Nummer ziehen, aber vorher sich für eine von vier verschiedenen Optionen entscheiden. Leider waren diese Optionen nur in italienisch erklärt. Es waren zwar auch Pictogramme abgebildet, aber leider bei zwei Knöpfen eine Eurozeichen und bei den anderen beiden ein Briefumschlag. Hmm. Ich habe natürlich den falschen Knopf mit Briefumschlag genommen (Murphys Gesetz oder so). Aber die Dame war so nett, mir trotzdem Briefmarke zu verkaufen – auch wenn es für sie Umstände machte, da sie keine Marke bei sich am Schalter hatte. Gar nicht so einfach! Da merkt man, dass es sich bei Parma eben doch nicht um eine Touristenstadt handelt.