Am Dienstag begann der Tag mit einem Panel, dass den Titel „Education of the 21st Century Professionals“ trug. Der dritte Vortrag wurde von Kommilitonen und einer Dozentin von mir gehalten. Sie berichteten über ein Projekt, das letzten Sommer an der Humboldt-Universität zu Berlin statt gefunden hat. In diesem vom DAAD geförderten Projekt “Intensivprogramm Grimm-Zentrum” wurde die Situation des Neubaus der Universitätsbibliothek genutzt, um Studenten aus Berlin, Brno, Wien, Sofia und Vilnius Dinge zum Bibliotheksbau, zur RFID-Nutzung, zu RVK und anderen Dingen beizubringen. Es wurden Exkursionen zu verschiedenen Bibliotheken veranstaltet und es wurden Sight Seeing Touren organisiert. Außerdem hat Sebastian in dem Panel noch von den Ergebnissen des Workshops am Vortag berichtet.
Nach der Kaffeepause haben wir uns die geliehenen Räder abgeholt und sind zum zweiten Ort der Konferenz gefahren. Dort habe ich mir vor dem Lunch (wieder leckere Sandwiches mit Parmaschinken, ein Stück Parmesan und ein Stück Apfelkuchen) einen weiteren Vortrag in einer Session angesehen.
Der Vortrag “Connecting the Public with Science: Comic Books and Libraries” war wahnsinnig interessant. Es ging um die Verbindung zwischen Realität und Fiktion in Comicbüchern. Der Vortragende hat Befragungen durchgeführt, um unter anderem zu erfahren, ob Leser und Leserinnen von Comicheften die erwähnten Technologien hinterfragen oder für gegeben hinnehmen und ob sie denken, dass Comicbücher lehrreich sind. Ein sehr spannender Vortrag, bei dem ich mich sehr auf die Proceedings freue, um mir das noch einmal genauer durchlesen zu können.
Um 16 Uhr wurden dann die Poster präsentiert. Es wurden 40 Poster angenommen, von denen allerdings nur gut die Hälfte tatsächlich auch gezeigt und präsentiert wurden. Jeder Vortragende hatte 2 Minuten Zeit, um sein Poster näher vorzustellen. Leider hatten nicht alle eine Präsentation vorbereitet, so dass man teilweise nicht wusste, welches Poster gerade vorgestellt wird. Es gab aber auch sehr gute Präsentationen, in denen man ein Bild des Posters gesehen hat und zusätzliche Informationen vermittelt bekam. Nach der Session haben wir uns die Poster näher angesehen. Leider haben sich die Personen, denen die Poster gehörten, nicht für Gespräche zur Verfügung gestellt. Das fand ich sehr schade, lag aber vermutlich daran, dass die Präsentation der letzte Punkt an diesem Tag war und alle Teilnehmer schon in ihre Unterkunft gegangen sind.
Es waren wirklich tolle Poster darunter. Zwei Stück haben mir am besten gefallen. Die Themen waren interessant und die Poster gut konzipiert. Sobald ich ein Kamerakabel habe und meine Bilder auf den Rechner überspielen kann, werde ich Bilder der zwei Poster einstellen und etwas näher auf sie eingehen.
Als wir alles angesehen hatten, haben wir uns, obwohl es wie verrückt geschneit hat, auf unsere Räder geschwungen, damit mir Heike zeigen konnte, wo ich die letzten zwei Nächte unterkomme. Leider konnte ich an diesem Abend nicht zu dem Social Event gehen, da ich um 8 Uhr meinen Koffer von meinen Gastgebern abholen musste – mit Rad während es immer noch schneite. Danach hätte es sich nicht mehr gelohnt noch einmal in die Stadt zu fahren, und so habe ich mich lieber auf meinen Vortrag am nächsten Morgen vorbereitet.
