Es ging letztes Jahr durch alle Medien. Und wenn ich alle schreibe, dann meine ich auch alle. Sogar durch die Bild und das Berliner Fenster, durch bessere Zeitungen, durch Zeitschriften und Fernseher (private und öffentlich-rechtliche Sender).
Im Oktober öffnete das neue Gebäude der Zentralbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin ihre Pforten. Das heißt, seit ca. Juli 2009 und somit seit 6 Monaten gibt es keine Zentralbibliothek mehr am Standort Hessische Str. in Berlin-Mitte.
Ich weiß gar nicht, wie oft ich das wöchentlich unseren Nutzern erzähle. Natürlich auf nette Art und Weise. Aber bei den Berlinern versteh ich das nicht wirklich. Und die meisten wissen auch gar nicht, wovon ich oder meine Kollegen reden, wenn wir vom Grimm-Zentrum oder dem neuen großen Gebäude an der Friedrichstr. erzählen.
Übrigens hat ich neulich einen Nutzer am Telefon, der ständig vom “Märchen-Zentrum” sprach. Und obwohl ich jedes Mal betonte, dass das Ding Grimm-Zentrum (oder eigentlich, um ganz genau zu sein Jacob-undWilhelm-Grimm-Zentrum) heißt, hat er sich nicht davon abbringen lassen. Eigentlich ganz witzig, aber wir sind doch kein Kindergarten!
Als ich mich eben wieder über eine Berliner Nutzerin aufregte, die nicht so recht wusste, dass wir keine sechste oder siebte Etage haben, meinte eine Kollegin zu mir, dass wir solche Nutzer wohl noch in einigen Jahren haben werden.


